Regie: Damiano Michieletto, IT/FR 2025, 110 min., Drama
„Ein kluges, sinnliches Drama mit wunderbarer Musik!“ (Filmstarts)
Der preisgekrönte Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto verwebt in seinem Spielfilmdebüt die Biografie des weltberühmten Komponisten, dessen Bedeutung zu Lebzeiten allerdings noch unterschätzt wurde, mit dem Schicksal einer jungen Waise, die in der Musik die Inspiration findet, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Dabei stellt Michieletto unter Beweis, dass er die Magie von Vivaldis Musik auch auf der großen Leinwand zur vollen Wirkung bringen kann.
Im Venedig des 18. Jahrhunderts wächst die talentierte Violinistin Cecilia (Tecla Insolia) im Ospedale della Pietà auf – einem Heim für verwaiste Mädchen, das die dort lebenden Kinder in das Studium der Musik einführt und dessen Orchester weltweit angesehen ist. Bei ihren Auftritten für wohlhabende Gönner bleibt Cecilia stets hinter einer Maske verborgen: Sie soll nicht als eigenständige Person angesehen werden. Doch mit der Ankunft eines neuen Lehrers bekommt sie erstmals die Chance, der Enge ihres bisherigen Lebens und der Aussicht einer arrangierten Ehe zu entkommen. Antonio Vivaldi (Michele Riondino), der neue Leiter des Orchesters, ermutigt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Vorbei an den strengen gesellschaftlichen Regeln und mit der befreienden Kraft der Musik kämpft Cecilia um ihr Schicksal und um ein Leben jenseits von vorgezeichneten Rollen.

Regie: Jerzy Skolimowski, PL/IT 2022, 86 min., Drama
Der Film ist eine Neuinterpretation von Robert Bressons Film „Zum Beispiel Balthasar“ (1966), in dem ein Esel in den Mittelpunkt gestellt wurde, der von Besitzer zu Besitzer weitergereicht wird und dabei Freude und Schmerz vonseiten der Menschen erfährt. Jerzy Skolimowski, der polnische Altmeister des Films, bezeichnet EO selbst als einen der wichtigsten Filme seines Lebens.
Der Film spielt in der Gegenwart und begleitet den Esel Eo auf seinem Lebensweg. Eo, von bescheidener Statur und mit großen melancholischen Augen, begegnet guten und schlechten Menschen, erlebt Freude und Schmerz. In seinen Träumen kehrt er zur schönen Kasandra zurück, die sich um ihn kümmerte, als er noch im Zirkus war.
EO besticht nicht nur durch den originellen Erzählstoff, sondern auch durch seine Ästhetik und Kameraführung. Der Film wurde 2022 im Wettbewerb von Cannes uraufgeführt und mit dem Preis der Jury sowie dem Preis für die Beste Filmmusik ausgezeichnet.

Lichtbildvortrag von Dr. Klaus Engert, in deutscher Sprache
Bartolomeo Colleoni, venezianischer Generalhauptmann auf Lebenszeit, war eine der schillerndsten Figuren der italienischen Renaissance. Als Söldnerführer kämpfte er zwischenzeitlich auch für die mailändischen Visconti, mal Seite an Seite mit seinem großen Rivalen Francesco Sforza, mal gegen ihn. Seinen Sitz nahm er im Castello Malpaga bei Bergamo, das er repräsentativ ausbaute – zugleich uneinnehmbare Festung und prachtvolle Residenz. Wie für Renaissancefürsten typisch glänzte Colleoni als Mäzen der Künste. Verewigt ist er auch in dem großen Bronze-Reiterstandbild von Verrocchio auf dem Zanipolo in Venedig. Die von ihm in Auftrag gegebene Capella Colleoni am Dom von Bergamo ist ein herausragendes Zeugnis der lombardischen Renaissance-Architektur.
Dr. Klaus Engert, geboren 1964 in Würzburg, Autor der drei Biografien von Dante, Boccaccio und Petrarca, widmete sich bereits im Studium u. a. an der Universität Bologna bei Umberto Eco der italienischen Sprache, Geschichte und Kunstgeschichte. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Drehbuch u. Regie: Maura Delpero, IT/FR/BE 2024, 119 min., Drama
„Eine grandiose Familiensaga aus den italienischen Alpen!“ (SCREEN DAILY)
Dieses unwiderstehliche Porträt eines fast verschwundenen Lebens in den Südtiroler Bergen war der italienische Film des Jahres 2025, Oscar-Kandidat, ein Publikumsliebling an den Kinokassen und wurde mit sieben italienischen Filmpreisen ausgezeichnet!
1944: In Vermiglio, einem abgelegenen Dorf im Trentino, lebt die kinderreiche Familie des Lehrers Graziadei in einfachen Verhältnissen. Als gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zwei sizilianische Deserteure auftauchen, werden sie vom Lehrer versteckt. Die 18-jährige Lucia verliebt sich in den schweigsamen Pietro, wird von ihm schwanger und heiratet ihn. Dann erreicht die Nachricht vom Kriegsende das Dorf, und Pietro fährt nach Sizilien – doch es kommt wochenlang keine Nachricht von ihm.
Vermiglio ist von Maura Delperos eigener Familiengeschichte inspiriert.
Eintritt: € 12,- für Erwachsene, € 9,- für Schüler:innen und Studierende. Nach Möglichkeit bitte Karten reservieren unter reservierung@perspektivekino.at

Prosecco, Spritz & italienische Spezialitäten.
www.proseccomesse.at

Drehbuch u. Regie: Paolo Cognetti, IT 2024, 80 min., Dokumentation
„Eine meditative Wanderung mit beeindruckenden Landschaftsbildern und voll innerer Gelassenheit!“ (Falter)
Der Film ist eine Liebeserklärung an den Monte Rosa, ein Bergmassiv zwischen Italien und der Schweiz. Menschen, die in den Bergen nicht nur eine Heimat, sondern auch einen wahren „Ort der Gefühle“ gefunden haben, sind die Gesprächspartner, dazwischen beeindrucken die weiten Landschaftsbilder des belgischen Kameramanns Ruben Impens.
Als Italien im Sommer 2022 an einer Dürre leidet, bemerkt Paolo Cognetti zum ersten Mal, dass die Quelle in der Nähe seines Hauses am Fuße des Monte Rosa versiegt. Gemeinsam mit seinem Hund Laki macht er sich auf, wandert zu den alpinen Hütten und lässt die Menschen, die er dort findet, einfach reden. Bei der 77. Ausgabe des Filmfestivals von Locarno wurde Fiore Mio uraufgeführt und in der Folge zu einem Publikumsliebling in den italienischen Kinos.
Eintritt: € 9,- für Erwachsene; € 6,- für Schüler:innen und Studierende. Wir bitten um Kartenreservierung per E-Mail an reservierung@perspektivekino.at
Für jeden Kinobesucher gibt es einen süßen italienischen Snack passend zur Osterzeit und die Gelegenheit, bei Tiziana Federico italienische Spezialitäten zu erwerben.

Regie: Ettore Scola, IT 1974, 118 min., Tragikomödie
„C'eravamo tanto amati – Wir haben uns so geliebt“ ist eine der allerschönsten Liebeserklärungen ans Kino, an die Italianità, ans Leben und Lieben. Wir folgen dem Lebensweg dreier Freunde im Italien der Nachkriegsjahrzehnte. In wehmütigem Ton und mit komödiantischen Szenen erzählt der Film vom Leben und den enttäuschten Jugendhoffnungen dreier Männer und der zwischen ihnen stehenden Frau.
Im Zweiten Weltkrieg riskieren die drei italienischen Partisanen Antonio (Nino Manfredi), Gianni (Vittorio Gassman) und Nicola (Stefano Satta Flores) ihr Leben. Sie werden die besten Freunde und verschreiben sich den Idealen des Sozialismus. Die Wege trennen sich jedoch, als Gianni seinem Freund Antonio dessen große Liebe Luciana (Stefania Sandrelli) wegnimmt und den Karriereweg einschlägt, während seine ehemaligen Freunde an ihren Zielen festhalten.
Vittorio De Sica, Federico Fellini und Marcello Mastroianni treten als sie selbst auf.
Eintritt: € 9,- für Erwachsene; € 6,- für Schüler:innen und Studierende. Kartenreservierung per E-Mail an reservierung@perspektivekino.at

Vortragende: Dott. Daniela Menetto
tra realtà e fantasia: sulle tracce del Commissario Brunetti a Venezia

gehalten von Mag. Rudolf Wallner (aus Linz)
Interessantes Ton- und Bildmaterial über den berühmtesten Tenor zu Beginn des 20. Jahrhunderts – und einen der bedeutendsten Sänger in der Opernwelt.
Cordiali Saluti!

Der Abend wird musikalisch von Herrn Hannes Glaser und Herrn Thomas Steinkellner (Trompete und mehr …) festlich umrahmt.
Wie liebgewonnene Tradition werden auch in diesem Jahr weihnachtliche Texte vorgetragen, die diesen besonderen Abend abrunden. Die Weihnachtsfeier findet am Mittwoch, den 17. Dezember 2025 um 19 Uhr, im gemütlichen Ambiente beim „Wirt am Eck“ statt.
Nach dem weihnachtlichen Programm gibt es eine Verkostung von italienischem Süßgebäck, präsentiert von Frau Tiziana Federico! Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen stimmungsvollen Abend!

